BPH (Benigne Prostatahyperplasie = gutartige Prostatavergrößerung)

Die Prostata

Typische Beschwerden

Die Behandlung

Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente

instrumentelle (operative) Behandlung

 

Die Prostata (= Vorsteherdrüse) ist ein drüsiges Organ, das beim Mann zwischen Harnblase und Harnröhrenschließmuskel liegt. Sie umschließt die Harnröhre und ist beim jungen, erwachsenen Mann etwa so groß wie eine Kastanie, d.h. sie hat ein Volumen von etwa 20 ml. Durch den Einfluss der männlichen Geschlechtshormone kommt es bei jedem Mann zu einer Größenzunahme der Prostata. Dabei kann die Prostata ein Volumen von über 100 ml erreichen. Dadurch kann die Prostata die Harnröhre zusammendrücken und somit einen erhöhten Ausflusswiderstand für den Urin erzeugen, der durch die in der Prostata liegenden Harnröhre nach außen fließen muss.

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Typische Beschwerden die durch die gutartige Vergrößerung der Prostata entstehen, sind:

Diese Beschwerden können einzeln oder in Kombination miteinander auftreten. Dabei spielt die Größe der Prostata interessanterweise keine Rolle für die Anzahl oder die Heftigkeit der Beschwerden (d.h. dass z.B. eine Prostata mit einem Volumen von 50 ml den Harnstrahl stärker abschwächen kann, als eine Prostata mit einem Volumen von 150 ml, aber auch andersherum).

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Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung richtet sich weitestgehend nach dem subjektiven Beschwerde-Empfinden des einzelnen betroffenen Patienten und muss immer im Einzelfall im Gespräch zwischen Arzt und Patient entschieden werden. Den einzigen zwingenden medizinischen Grund für eine Behandlung stellt eine längerfristige Bildung von höheren Restharnmengen dar, da die Blase dadurch langfristig überdehnt werden kann. Dadurch verliert diese mit der Zeit ihre Fähigkeit, sich aktiv zusammenzuziehen und somit den Urin zu entleeren. Diese Unfähigkeit, Urin zu entleeren bleibt im ungünstigsten Fall dann auch nach einer erfolgreichen Behandlung der Prostatavergrößerung durch Senkung des Ausflusswiderstandes bestehen.

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Es gibt im Wesentlichen zwei Behandlungsmöglichkeiten für die BPH:

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Medikamente, die zur Verfügung stehen unterteilen sich grob in drei Gruppen:

  1. sogenannte alpha-Blocker: senken den Ausflusswiderstand (sofortiger Wirkungseintritt),
  2. sogenannte 5-alpha-Reduktase-Hemmer: verkleinern das Prostata-Volumen (Wirkungseintritt verzögert),
  3. pflanzliche BPH-Medikamente: werden zur Vorbeugung und zur Behandlung eingesetzt. Sie wirken durch unterschiedliche Mechanismen. Wirksamkeit wurde für einige, jedoch nicht für alle pflanzlichen BPH-Medikamente in Studien nachgewiesen.

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Für die instrumentelle (operative) Behandlung werden mehrere Verfahren eingesetzt. Aus unserer Sicht, die mit den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie, der Europäischen und der Amerikanischen Urologenvereinigung übereinstimmt, muss eine instrumentelle Behandlung das innere, gutartig vergrößerte Prostatagewebe abtragen. Dafür kommen ein Teil der angebotenen Laserverfahren in Frage, goldener Standard ist zweifellos die „ Trans Urethrale Elektro Resektion der Prostata“ (= TURP = Abtragung von Prostatagewebe durch die Harnröhre). Hierbei geht der Operateur mit einem Sichtinstrument in die Harnröhre ein, erreicht auf diesem Wege die Prostata und kann mit einer Schlinge das krankhaft vermehrte Prostatagewebe abtragen. Der Krankenhausaufenthalt beträgt bei dieser schonenden Operationstechnik in der Regel lediglich 5-7 Tage.

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Sollten sie weitere Fragen zur gutartigen Prostata-Vergrößerung, ihrem Beschwerdebild, der zugehörigen Untersuchungen oder Behandlung haben, vereinbaren sie bitte einen Termin in unserer Allgemeinurologischen Sprechstunde.