Impotenz/Infertilität
Infertilität (Unfruchtbarkeit) des Mannes
Induratio penis plastica/Angeborene Penisverkrümmungen
Andrologisch relevante Entwicklungsstörungen
Impotenz
Allgemeines
Sehr viele Männer sind vom gleichen und sehr sensiblen wie auch sehr belastenden Problem der Impotenz und Erektionsstörung betroffen. Über die Hälfte (52% !) aller Männer zwischen 40 und 70 Jahren beschreiben immer wieder auftretende Erektionsprobleme bis hin zur Impotenz und Unmöglichkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Gliedsteife zu erlangen.
Betroffen sind insbesondere Männer mit Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Raucher, Bluthochdruck oder aber nach z.B. Darm- und Prostataoperationen. Aber auch bei Männern ohne diese Risikofaktoren und auch bei Männern unter 40 Jahren sind Erektionsstörungen bekannt.
Impotenz und Erektionsstörungen stellen sehr häufig ein für den Betroffenen psychisch stark belastendes Problem dar und nicht selten kommt es im Verlauf zu Schwierigkeiten in der Ehe und Partnerschaft.
Dennoch begeben sich nur 2,6 bis 5% aller betroffenen Männer in urologische, fachärztliche Behandlung. Sieht man die heutigen guten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Behandlung der Impotenz, so raten wir allen Männern mit einem solchen Problem, einen Urologen aufzusuchen und mit ihm dieses Problem zu besprechen.
Im Rahmen der "andrologischen Sprechstunde" unserer Klinik werden Patienten mit diesen Erkrankungen hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten untersucht und beraten.
Untersuchungen zur Abklärung von Erektionsstörungen
eingehendes Arzt-Patienten-Gespräch
- körperliche Untersuchung
- Hormonstatus
- Sonographie des Bauchraumes und des äußeren Genitales
- Pharmakodynamische Farbdoppleruntersuchung des Penis (Schwellkörperinjektionstest)
- (Pharmakodynamisches) Cavernosogramm
- Corpus-cavernosum-EMG
- Penisangiographie
Therapie
- Medikamentöse Behandlung (Yohimbin, Viagra, Apomorphin Hormonsubstitution, etc.)
- Schwellkörper-Autoinjektionstherapie, SKAT (Dosisfindung, Anleitung zur selbständigen Durchführung)
- Vakuumpumpe
- Penisprothesen
- Sexualberatung und -therapie in Kooperation mit der Psychiatrischen Klinik
Infertilität (Unfruchtbarkeit) des Mannes
Allgemeines
Die Ursachen für die Unfruchtbarkeit des Mannes sind vielfältig und können in der Kürze nicht im einzelnen dargelegt werden. Wie schon beim Kapitel "Impotenz" angesprochen begeben sich auch hier zu wenige Männer, in deren Partnerschaft der Kinderwunsch bislang unerfüllt blieb, in urologische Behandlung.
Im Rahmen der "andrologischen Sprechstunde" unserer Klinik werden Patienten hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankung untersucht und beraten.
Untersuchungen zur Abklärung der Infertilität
- Eingehendes Arzt-Patienten-Gespräch
- Körperliche Untersuchung
- Untersuchung des Samens (Spermiogramm)
- Hormonstatus
- Kooperation mit der Stoffwechselambulanz der II. Medizinischen Klinik, Klinikum rechts der Isar
- Sonographie des äußeren Genitale
- Hodenbiopsie
- Therapie
Medikamentöse Therapie
(auch in Kooperation mit der Stoffwechselambulanz der II. Medizinischen Klinik, Klinikum rechts der Isar)
Operative Therapie:
- Mikrochirurgische Unterbindung von Varikozelen
- Operative Korrektur von Samenwegsverschlüssen
- Operative Korrektur von Harnröhrenfehlmündungen (Hypospadieoperationen)
- Korrektur von Hodenhochstand
- Beseitigung von Vorhautverengungen (Phimose)
- Korrektur von Penisverkrümmungen
Induratio penis plastica/Angeborene Penisverkrümmungen
Allgemeines
Das Wesen der Erkrankung der Induratio penis plastica besteht in einer meist scharf umschriebenen derben Bindegewebsveränderung im Bereich des Penisschaftes zwischen Penishaut und Schwellkörper. Beim schlaffen Penis verursachen diese Einlagerungen keine Beschwerden, bei der Gliedsteife treten jedoch erhebliche Schmerzen im Bereich des dann abgeknickten Gliedes auf. Diese Abknickung kann so stark ausgeprägt sein, daß ein Geschlechtsverkehr aufgrund zu großer Schmerzen des Mannes oder der Partnerin unmöglich ist. Hieraus resultiert eine große psychische Belastung für den Betroffenen und die Partnerschaft.
Penisverkrümmungen können aber auch angeboren sein ohne daß die oben beschriebenen Kalkablagerungen im Penisbereich auftreten. Die Symptomatik ist aber die gleiche und sollte urologisch abgeklärt werden.
Im Rahmen der "andrologischen Sprechstunde" unserer Klinik werden Patienten hinsichtlich dieser Erkrankungen und Ihrer Therapie-möglichkeiten untersucht und beraten.
Untersuchungen zur Abklärung der Induratio penis plastica und der angeborenen Penisverkrümmungen
- Eingehendes Arzt-Patienten-Gespräch
- Körperliche Untersuchung
- Sonographie des männlichen Genitales
- Ggf. (Pharmakodynamische) Cavernosographie
Therapie
- Medikamentöse Therapie (z. B. Potaba)
- Strahlentherapie (in Kooperation mit der Dermatologischen Universitätsklinik am Biederstein)
- Operative Therapie
Andrologisch relevante Entwicklungsstörungen
Allgemeines
Unter "andrologisch relevanten Entwicklungsstörungen" versteht man die Fehlentwicklung und Fehlanlage insbesondere des Hodens, des Nebenhodens, des Samenleiters, des Penis und der Harnröhre.
Die möglichen Ursachen dieser Entwicklungsstörungen sind vielfältig und oft nicht eindeutig geklärt.
Häufige Entwicklungsstörungen stellen der therapiebedürftige Hodenhochstand (inkl. Gleithoden), die Hodenagenesie und-aplasie sowie die ggf. therapiebedürftige Hypospadie (Fehlmündung der Harnröhre) dar.
Im Rahmen der "andrologischen Sprechstunde" werden Patienten hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankungen untersucht und beraten.
Untersuchungen zur Abklärung von "andrologisch relevanten Entwicklungsstörungen"
- Eingehendes Arzt-Patienten-Gespräch
- Körperliche Untersuchung
- Hormonstatus
- Sonographie des äußeren Genitales, der Leistengegend und des Bauchraumes
Therapie
- Medikamentöse Therapie des Hodenhochstandes
- Operatives Lösen des Hodens und des Samenstranges und Hodenfixierung bei Hodenhochstand
- Hodenbiopsie
- Operative Korrektur von Fehlmündungen der Harnröhre (Hypospadie-Operationen)