Vorträge des Patientenforum
Prostatakrebs am 24.4.2010:

Präsentation der Selbsthilfegruppen
„Prostatakrebs in München

PDF, 1 MB

Aktuelles zu Diagnostik und Therapie
(Dr. med. T. Maurer) PDF, 1 MB

Operative Therapie des Prostatakarzinoms
(Dr. med. M. Autenrieth) PDF, 1,7 MB

Das PSA-Rezidiv: Verhindern und
behandeln

(Univ-Prof. Dr. med. J. E. Gschwend)
PDF, 1,2 MB

Weitere Vorträge:

Neue Tumormarker bei Prostatakrebs
(PD Dr. med. U. Treiber) PDF, 766 KB

Neue Verfahren in der
Strahlentherapie

(PD Dr. H. Geinitz) PDF, 1,8 MB

Aktive Überwachung (Active
Surveillance)
(Dr. med. H. Kübler) PDF, 585 KB

Aktuelle klinische Studien
Prostatakarzinom
(PD Dr. med. M. Retz) PDF, 1 MB

Studie „Krankheitsbewältigung beim
Prostata- und Harnblasenkarzinom“

(PD Dr. med. U. Treiber) PDF, 668 KB

Prostatakarzinom

Häufigkeit

Diagnostik

Therapie


Patientenratgeber (PDF)

 

Das Prostatakarzinom ist ein Schwerpunktthema der Urologischen Klinik. Wir führen an unserem Klinikum die Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms durch. Interessierte Patienten können sich in unserer urologischen Tumorsprechstunde vorstellen. Die Krebsvorsorgeuntersuchung wird im Rahmen unserer Allgemeinurologischen Sprechstunde durchgeführt.

Häufigkeit

Das Prostatakarzinom ist mittlerweile der häufigste Tumor des Mannes mit Ausnahme von Hauttumoren. Man schätzt heute das Risiko eines Mannes an einem Tumor der Prostata zu erkranken auf ca. 25%, d.h. jeder 4. Mann wird im Laufe seines Lebens an diesem Tumor erkranken. Prostatatumoren treten im höheren Alter auf, der Häufigkeitsgipfel liegt bei ca. 70 Jahren. Aber bereits ab dem 40. Lebensjahr können diese Tumoren bei Männern gefunden werden.

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Diagnostik

Die Diagnostik beruht im wesentlichen auf drei Untersuchungsmethoden, einer Blutabnahme, einer Untersuchung der Prostata durch Abtasten und dem Ultraschall. Wenn sich aus diesen drei Untersuchungen der Verdacht auch einen Tumor ergibt wird eine Biopsie der Prostata zur Diagnosesicherung empfohlen.

Bei der Blutentnahme wird das prostata-spezifische Antigen (PSA) bestimmt. PSA ist Eiweißmolekül welches von Prostatazellen gebildet wird, vermehrt wird dieses Eiweiß aber von Tumorzellen produziert. Der PSA Wert gilt als der beste Vorhersageparameter für Tumoren heutzutage. Man kann keinen Grenzwert angeben ab dem ein Tumor vorliegt bzw. unter dem Wert nur gutartige Veränderungen vorhanden sind. Der Grenzwert hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere dem Alter des Mannes, der Größe der Prostata, u.a. Ihr Urologe wird mit Ihnen den PSA-Wert besprechen und die Bedeutung in Ihrem speziellen Fall diskutieren.

Bei der Abtastung der Prostata wird mit dem Finger durch den Enddarm die Prostata ertastet, welche sich im falle einer gesunden Prostata als glatt und weich tastet. Im Falle einer bösartigen Veränderung sind Verhärtungen der Drüse zu tasten.

Der transrektale Ultraschall der Prostata (d.h. Ultraschall der Prostata mittels einer Ultraschallsonde im Enddarm) kann neben der Größe der Prostata auch Veränderungen innerhalb der Drüse aufzeigen, welche Hinweise auf bösartige Veränderungen sein können.

Die Biopsie (Gewebeprobeentnahme) der Prostata wird ultraschallgesteuert durchgeführt. Dabei wird mit einer dünnen Nadel in örtlicher Betäubung durch die Darmwand in die Prostata gestochen ein kleiner Zylinder von Prostatagewebe entnommen. Insgesamt werden bei einer Biopsie 10 Proben entnommen. Die Biopsie ist nahezu schmerzfrei und kann ambulant durchgeführt werden. Bei der Biopsie kann kein Tumor verschleppt werden, so dass es sich um eine sehr sichere Methode handelt. Ihr Arzt wird mit Ihnen alle Einzelheiten des Verfahrens vor der Durchführung besprechen, gerne können sie hierzu auch einen Termin in unserer Allgemeinurologischen Sprechstunde vereinbaren.

Das Prostatakarzinom ist nur in Frühstadien heilbar. In diesen Frühstadien findet man keine Symptome, welche durch den Tumor ausgelöst werden. Deswegen empfehlen wir die regelmäßige Krebsvorsorge des Mannes ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich.

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Therapie

Das Prostatakarzinom ist nur in Frühstadien heilbar, es gibt zwei Therapieformen welche eine Heilung bringen können, die Radikaloperation der Prostata und die Bestrahlung der Prostata (entweder von außen durch die Haut oder mittels Einpflanzung von kleinen radioaktiv strahlenden Metall-Partikeln, der sogenannten Brachytherapie oder Seedimplantation). Welche Therapie welche Vorteile bzw. Nachteile mit sich bringt kann in aller Ausführlichkeit hier nicht diskutiert werden, deswegen wird der Urologe mit dem Patienten die Therapieoptionen, die für ihn in Frage kommen, ausführlich diskutieren. Für die Operation gilt, dass es zwei spezifische Komplikationen geben kann, die neben generellen Komplikationen auftreten können, die bei jeder Operation vorkommen können. Zum einen ist dies die Urin-Inkontinenz (eingeschränkte Fähigkeit des Wasserhaltens nach der Operation) und zum anderen eine erektile Dysfunktion (Verlust einer ausreichenden Gliedsteife). Eine Verbesserung der Operationsverfahren hat hierzu speziell in den letzten Jahren ausgiebige Verbesserungen für die Patienten erreicht. Für Zentren mit ausreichender Erfahrung kann man heutzutage feststellen, dass bei den meisten Männern nach einer Radikaloperation das Wasserlassen und Wasserhalten wie vor der Operation funktioniert. Sogar die für die Gliedsteife zuständigen Nerven können bei günstigen Ausgangsbedingungen in ausgewählten Patienten erhalten werden (nervschonende Operationstechnik), so dass eine Chance für einen Erhalt der Gliedsteife besteht. Wir empfehlen ihnen dass sie dieses Thema bei ihrem Urologen frühzeitig ansprechen, oder dass sie für eine Beratung bei uns einen Termin in unserer Allgemeinurologischen Sprechstunde vereinbaren.

An der Urologischen Klinik bieten wir die Radikaloperation der Prostata an. Als erfahrenes Zentrum führen wir eine spezielle Technik zur Verbesserung der Kontinenz (Wasserhalten) durch. In ausgewählten Patienten führen wir auch die nervschonende Operationstechnik durch mit dem Ziel des Erhaltes der Gliedsteife.

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